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07.12.2019 | EXTRABREIT 40 Jahre +

Sie verspotteten die Polizei, zündeten die Schule an und besangen düster den Tod des Präsidenten. Sie ließen auf Partys den „Flieger“ abheben, wollten „Annemarie“ flachlegen und beschworen die Wonnen der Kleptomanie und die Abgründe des Kokain. Lange vor den Toten Hosen oder den Ärzten gab es eine deutsche Band, die die Schönheit der 3-Minuten-Gitarrenhymne mit rotzig-subversiven Texten entdeckt hatte und damit die Charts eroberte: Extrabreit aus Hagen, die Väter des deutschen Pop-Punks. Dafür wurden sie von renitenten Teenagern heiß geliebt und von der Musikkritik als „NDW-Spaßkapelle“ verschrien, von Ministerpräsident Franz-Josef-Strauß‘ Bayrischem Rundfunk verboten und von der Punk-„Avantgarde“ als „Abzocker“ angefeindet – schon in den 80ern waren EXTRABREIT eine ebenso umstrittene wie legendäre deutsche Band – und im Jahr 1982 mit gleich zwei Goldenen Schallplatten auch die erfolgreichste. Dabei waren die vermeintlichen „NDW-Helden“ eigentlich eine Clash und Sex Pistols-infizierte Garagen-Rockband aus dem Umfeld der Wehringhauser Kunstszene ihrer Heimatstadt Hagen, die Musik und Texte nur für sich und ihre Fans machten, aber bald erkannten, dass darin viel Pop-Potenzial für eine große Musik-Karriere steckte.

1978 in Hagen  gegründet, machten EXTRABREIT  zunächst mit Live-Konzerten regional auf sich aufmerksam und erhielten 1980 die Chance, ihre Songs auf dem selbstironischerweise „Ihre Grössten Erfolge“ genannten Debütabum zu veröffentlichen. Das interessierte zunächst nur wenige, erst beharrliches Touren und das zweite Album „Welch ein Land – Was für Männer!“ mit der Charts-Single „Polizisten“ brachte Ende 1981 den Durchbruch.  Als im Frühjahr 1982 nachträglich aus dem Debütalbum die Single „Hurra, hurra, die Schule brennt“ ausgekoppelt wurde, verbuchten EXTRABREIT nicht nur ihren größten Single-Hit der 80er, sondern galten fortan auch als die „Bad Boys“ der NDW, die der BRAVO und anderen Teenie-Zeitschriften einige Skandalgeschichten und Titelstorys wert war. Dabei hatten EXTRABREIT stets mehr zu bieten als chartstaugliche Kinderlieder , sondern auch so originelle, ausdrucksstarke politische Rocksongs wie „Polizisten“, „Der Präsident“ ist tot“ oder „Sturzflug“. 1982 beschloss das Album „Rückkehr der phantastischen 5“ die Trilogie der Frühwerke – mit Hits wie „Kleptomanie“, „Superhelden“, „Kokain“ oder „Komm nach Hagen werde Popstar „.oder das erste Duett mit Marianne Rosenberg „Duo Infernal “

Sie haben Musikgeschichte geschrieben, aber sie sind weit davon entfernt, Spinnweben anzusetzen.  2018 im 40 Jahr nach der Bandgründung 1978 und über 1800 Konzerte materialisieren sie sich mit Ihren Gassenhauern auf Open Air und Hallenbühnen, um zu beweisen, dass sie live immer noch zum Besten zählen, was deutsche Rockmusik zu bieten hat. Über 40 Konzerte 2018 gespielt unter anderem die RADIO BOB Bühne auf der Kieler Woche und  WACKEN Festival beim WERNER das Rennen Festival .

Ein Garant für gute Laune und energetische Spielfreude.

Beginn: 20:30 Uhr

Preis: 31,64 € inkl. VVK-Gebühren

Tickets online kaufen: www.eventim.de

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